Der Band fragt danach, wie Wissensordnungen gesellschaftliche Differenzierungen bestatigen, verstarken, infrage stellen oder neu schaffen und inwiefern die Digitalisierung solche Differenzierungsprozesse graduell oder prinzipiell verandert. Als Wissensordnungen werden hier intentional konstruierte und medial vermittelte Ordnungen verstanden, die Wissensbestande eingrenzen, systematisieren, klassifizieren und kategorisieren. Die Entstehung, Etablierung und Infragestellung solcher Wissensordnungen untersuchen die Beitrage auf drei Ebenen: ihrer handlungspraktischen gesellschaftlichen Relevanz, ihrer Veranderung durch digitale Reprasentation und ihrer europaischen Dimension.