Dieser Band enthält eine vergleichende, sozio-linguistische Untersuchung zur deuteronomischen Wendung leshakken shemo sham und ihrer gleichbedeutenden Parallelen in der deuteronomistischen Geschichtsschreibung wie lashum shemo sham und lihyot shemo sham . Diese charakteristischen Formulierungen sind bisher als Hinweis auf die Theologie des Namens Gottes gedeutet worden - eine Weiterentwicklung der israelitischen Religion hin zu einer abstrakteren Deutung der göttlichen Präsenz im Tempel. Mit der Auswertung von epigraphischem Material aus Mesopotamien und dem gesamten levantinischen Umfeld zeigt die Studie, dass leshakken shemo sham und lashum shemo sham Lehnwörter des Akkadischen shuma shakanu sind, das in der Königstradition Mesopotamiens verwurzelt ist. Die daraus folgende Neuübersetzung und Neuinterpretation der biblischen Wendung hat erheblichen Einfluss auf die klassische Formulierung der Namenstheologie.