Indem es die im Wesentlichen unterschiedlichen Selbstwahrnehmungen von drei zeitgenössischen deutschen Schriftstellern jüdischer Abstammung aufzeigt, untersucht dieses Buch eine Reihe deutsch-jüdischer Persönlichkeiten in einem sozio-kulturellen Kontext im wilhelminischen Deutschland. Die Erkenntnis der Art und Weise, wie die kulturelle Identität des Individuums - Moritz Goldsteins (1880-1977) kultureller Zionismus, Julius Babs (1880-1955) Synthese von "Deutschtum" und "Judentum" und Ernst Lissauers (1882-1937) Befürwortung der vollständigen Assimilation - sich als Reaktion auf die Herausforderungen des zunehmenden Antisemitismus ständig wandelte, ermöglicht dem Leser, ein besseres Verständnis der sich entwickelnden Selbstwahrnehmung der deutschen Juden zu erlangen.