Schillers Dramenfragmente bieten ein weitgehend unbekanntes Spektrum der Verarbeitung eines füuuml;r Schiller zentralen Problems, des Verhäauml;ltnisses von Person und Staat, und dokumentieren den Prozeß der literarischen Korrektur einer idealistischen Staatsphilosophie. Ausgehend von Schillers Staatstheorie werden drei Dramenmodelle untersucht: das erhabene Drama der idealen Staatsgesinnung, die Gesetzesdramatik und das Thronprätendentendrama. Dargestellt wird die Synthese verschiedener innovativer Konzepte in einem Doppelgängerdrama, das der Komplexität des Problemfelds gerecht wird, indem es Person und Staat jeweils legitime, aber sich ausschließende Rechtssphären zuordnet.